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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 79
Philipp Otto Runge, Jacob und Wilhelm Grimm:
"Von dem Machandelboom" / "Von dem Fischer un syner Fru"
(Zwei Märchen textkritisch herausgegeben und kommentiert von Heinz Rölleke)


Unter den seit mehr als hundert Jahren weltweit bekannten "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm gehören die Geschichten vom "Machandelboom" und vom "Fischer und seiner Frau" mit Recht zu den berühmtesten. Sie faszinieren gleichermaßen durch ihre zeitlose Thematik, ihre ansprechende Motivik und vor allem ihren glänzenden, den spezifischen Märchenton geradezu ideal realisierenden Stil. Solche Vorzüge sind kein Verdienst der Brüder Grimm, sondern des Aufzeichners dieser um 1800 volksläufigen Texte: Philipp Otto Runge der romantische Maler und Schriftsteller. Er schuf mit der Niederschrift und künstlerischen Ausgestaltung der beiden Texten das absolute Vorbild für die Grimmschen Märchen und damit für die gesamte sich damit neu konstituierende Gattung des Buchmärchens. Der Weg der Rungeschen Aufzeichnungen in die Märchensammlung der Brüder Grimm war bislang weitgehend ungeklärt. Zwei neuerlich entdeckte Handschriften aus dem Jahr 1808 lassen Genese und Mutation der Runge- und Grimmtexte erstmals erkennbar werden: Sie sind hier im Kontext der verschiedenen gedruckten Textzeugen in extenso wiedergegeben und ausführlich kommentiert.

 

 


ISBN 978-3-86821-045-3, kt., 96 S., € 15,00 (2008)


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