MOSAIC - Studien und Texte zur amerikanischen Kultur und Geschichte, Band 33
Sandra Klee-Patsavas:
Im Reich des Disney-Dollar:
Inszenierungen Amerikas im Spiegel deutscher Fernsehreportagen
zwischen 1980 und 2000


Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Inszenierungen Amerikas in der deutschen Fernsehreportage zwischen 1980 und 2000. Die Studie rekurriert auf Überlegungen aus dem Forschungsfeld der Imagologie und ergänzt und erweitert die dort in Anschlag gebrachte kulturwissenschaftliche Perspektive durch Fragestellungen aus der neueren Kommunikations- und Medientheorie, vorzugsweise solche, die sich mit Medienwirkung auseinandersetzen. 

Haben bis zum Beginn des Zeitalters der Massenmedien Fremdbilder vornehmlich in der Literatur ihren Ausdruck gefunden, zirkulieren sie heute in erster Linie in Film und Fernsehen. Insbesondere das subjektiv-perspektivische Genre der Fernsehreportage transportiert stereotype Fremd- und Eigenbilder in Form von Metaphern und Symbolen. In der Rolle eines interpretierenden Mediums ideologisch gefärbter Botschaften kontrollieren Reportagen die Weltbilder und erzeugen konsensbildende Wahrheiten unter Verleihung einer ethnozentrischen kulturellen Kontinuität. 

Basierend auf dem Framing-Modell zeigt diese Arbeit, wie Erwartungen an die handelnden Akteure die Interpretationsmöglichkeiten von Reportern begrenzen und wie Reporter diese im medialen Diskurs in Wertungen umsetzen. Indem Reporter bekannte und bewährte Amerikabilder in aktuellen Zusammenhängen für anwendbar halten, geben sie ihnen Stabilität und Aktualität zugleich.


ISBN 978-3-88476-965-1, 332 S., kt., € 32,50 (2007)


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