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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 76
Birgit Högn:
Alttestamentliche Frauengestalten in US-amerikanischen
Romanen von Autorinnen seit 1990


Als kulturelles Erbe ist die Bibel in unserer globalisierten Welt nach wie vor eine der meist genutzten Inspirationsquellen von Literatur. In jüngerer Zeit haben die Erzählungen des Alten und Neuen Testaments insbesondere die Aufmerksamkeit US-amerikanischer Autorinnen auf sich gezogen, die der zumeist zwischen den Zeilen verborgenen weiblichen Existenz nachspüren. Dem Schweigen der biblischen Prätexte zur weiblichen Erfahrung setzen diese Autorinnen seit den 1990er Jahren neue Varianten entgegen, indem sie marginalisierten Frauengestalten der Bibel in ihren Werken eine Stimme verleihen. Sie treten so nicht nur in den Dialog mit der biblischen Überlieferung, sondern begeben sich in einem männlich dominierten Raum auf die Suche nach Gestaltungsmöglichkeiten weiblicher Identität.

 Diese Studie versteht sich als interdisziplinärer Beitrag zum Forschungsfeld ‚Bibel und Literatur’: Birgit Högn untersucht US-amerikanische Romane, in denen alttestamentliche Frauenfiguren so inszeniert werden, dass sie als zentrale Vermittlungsinstanzen des Geschehens auftreten. Die Autorin zieht einschlägige literaturwissenschaftliche wie theologische Methoden heran und bietet eine sorgfältige Analyse sechs ausgewählter Romane. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Fragen: Treten die Romanautorinnen durch ihre Gestaltung des Erzählten in eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bibeltext? Nutzen sie in ihrer Darstellung der Frauenfiguren das alttestamentliche Erzählmaterial, um aktuelle Fragen weiblicher Existenz zu thematisieren?


ISBN 978-3-88476-912-6, 200 S., kt., € 22,50 (2007)


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