LIR - Literatur, Imagination, Realität, Band 30:
Maria Carmen Morese:
Poetik des Bildes - Das literarische Werk Lalla Romanos


Erstmals wird das intellektuelle und künstlerische Profil der italienischen Schriftstellerin und Malerin Lalla Romanos (1906-2001) entworfen und die konstruktive Einheit ihres literarischen und bildnerischen Gesamtwerks vermittelt.

Im Wechsel von biographischer Rekonstruktion  und eingehender Textanalyse erfährt das Oeuvre der Autorin eine umfassende literaturwissenschaftliche Würdigung. Hierzu wertet die Arbeit eine Fülle von bislang nicht publizierten bzw. kaum zugänglichen Textdokumenten aus und weist nach, daß die bildkünstlerischen Anfänge Lalla Romanos, ihre Ausbildung bei Felice Casaroti in Turin, der frühe Einfluß des Kunstwissenschaftlers Lionello Venturis eine bleibende Wirkung auf ihr literarisches Werk ausgeübt hatten.

Die Untersuchung räumt mit dem Mißverständnis vieler Texte der Autorin als autobiographische Dokumente auf und zeigt, daß "die Entindividualisierung des Erzählens in den immer komplizierter werdenden Erzählstrategien ihrer Texte und die Entpsychologisierung ihrer Traumtexte zu narrativen Formen führt, die an die Stelle des charakteristischen Individuellen das Typenhafte und Abstrakte treten lassen. Die "ästhetische Organisation" des Textes ist das Hauptanliegen der Autorin, gleichviel ob sie sich ihre Materialien bei den Surrealisten, in Mythen und Märchen oder in der eigenen Erfahrung sucht."

Im Anhang ist ein Interview mit Lalla Romano zu lesen, in dem die Fragestellung der Arbeit eingehend diskutiert wird.


ISBN 3-88476-531-0, 256 S., kt., € 24,50 (2002)


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