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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 51
Alfred Opitz (Hg.):
Erfahrung und Form
Zur kulturwissenschaftlichen Perspektivierung eines transdisziplinären Problemkomplexes


Die Beiträge dieses Bandes sind einem kulturwissenschaftlichen Reflexionsbegriff verpflichtet, der im Rahmen des transdiziplinären Problemkomplexes Erfahrung und Form integrative Perspektiven anhand von Objektbereichen wie Lyrik, Reiseliteratur, Autobiographik und Geschichtsphilosophie erprobt und damit ein Denken an den Schnittstellen überkommener wissenschaftlicher <<Domänen>> praktiziert. Im Zentrum stehen dabei auf das späte 18. Jahrhundert zurückgehende Differenztheoreme, mit denen traditionelle Antinomien (Subjekt / Objekt, Welt / Beobachter etc.) überwunden und die spezifischen Bedingungen kultureller Symbol- und Objektbildung reflektiert werden. Problematisch werden damit nicht nur semantische Instanzen wie Wahrheit, Gedächtnis, Authentizität und Realität, sondern auch bis heute rekurrente säkularisierte Paradiesmythen und ihre Instrumentalisierung in staatlichen <<Glückseligkeitssystemen>> (Schiller). Die schon von Goethe gestellte - und im Zeitalter virtueller Realitäten besonders aktuelle - Frage, <<wieviel unser Selbst und wieviel die Außenwelt zu unserem geistigen Dasein beitrage>>, definiert einen - für die gesamte Moderne konstitutiven - Subjektbegriff, in dem extensive Erfahrung und holistischer Formbegriff als produktiver Widerspruch aufeinandertreffen. Dem damit implizierten Anspruch auf kulturwissenschaftliche Deutungskompetenz versuchen eine neue Perspektivierung der alten Metapher des kulturellen Gedächtnisses und eine grenzüberschreitende Theoriebildung gleichermaßen gerecht zu werden.


ISBN 3-88476-457-8, 201 S., kt., € 24,00 (2001)


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