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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 45
Susanne Meier:
Liebe, Traum und Tod
Die Rezeption der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen auf der Opernbühne


Angesichts des allgegenwärtigen Einflusses der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen auf Literatur, Film und Sprechdrama wird leicht übersehen, daß die bekannteste deutsche Märchensammlung auch der Musikbühne vielfältige Anregungen gegeben hat, und so ist heute bis auf die Werke Humperdincks und Orffs ein Großteil der Opern nach Märchen der Gebrüder Grimm in Vergessenheit geraten.

In der vorliegenden Arbeit werden 41 Libretti (darunter auch Vorläufer der Grimm-Opern) mit ihren Vorlagen verglichen und auf Motivfiliationen hin untersucht. Es werden Berührungspunkte mit literarhistorischen Traditionen aufgezeigt und die stilistischen und formalen Konsequenzen beschrieben, die durch die Anpassung des Prosa-Volksmärchens an die Gattungsgesetze des musikdramatischen Opernlibrettos entstehen. Hierbei erweisen sich form- und stilbildende Stereotypen als bis in die Gegenwart so erstaunlich charakteristisch und unverzichtbar, daß sie als Basis einer Dramaturgie der Märchenoper angesehen werden können.


ISBN 3-88476-286-9, 348 S., kt., € 29,50 (1999)


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