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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 37
Christoph Schmidt:
Ehrfurcht und Erbarmen
Thomas Manns Nietzsche-Rezeption 1914 bis 1947


Eine Fülle von Arbeiten signalisiert ein wiedererwachtes Interesse an Thomas Mann, insbesondere von jungen Forschern. Den geistesgeschichtlichen Traditionshorizont Thomas Manns markiert das 'Dreigestirn' Schopenhauer, Wagner und Nietzsche. Letzterem kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu: Nietzsches Lebensphilosophie verdankte Thomas Mann den Gegenimpuls zum weltverneinenden Pessimismus der Schopenhauerschen Metaphysik. Und Nietzsche war es auch, der Thomas Mann Wagner als decadence-Künstler schlechthin zeigte.

Weniger beachtet wurde bislang, daß Nietzsche auch Thomas Manns politische Entwicklung entscheidend beeinflußt hat. Nietzsche markiert den orientierenden Fixpunkt für Thomas Manns Umbrucherfahrung des Ersten Weltkrieg, seine demokratische Neuorientierung in der Weimarer Republik sowie seine geistige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Gestützt auf bislang unbeachtete Quellen und Bezüge zeichnet die vorliegende Arbeit die politische Biographie Thomas Manns anhand seiner Nietzsche-Rezeption nach.


ISBN 3-88476-219-2, 324 S., kt., € 29,00 (1997)


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