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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 33
Marianne Gerold, Kurd Windels (Hg.):
Gedichte des gälischen Irland


Die englischsprachige Literatur aus Irland hat in den letzten Jahren in Deutschland großes Interesse gefunden, und zwar nicht nur mit den Hauptvertretern der internationalen Moderne wie Yeats, Joyce, O'Casey und Beckett, sondern auch mit zahlreichen weiteren Autoren, die über das Theater und durch eine umfangreiche Buchproduktion der "Insel hinter der Insel" einen beträchtlichen Bekanntheitsgrad verschafft haben.

Nahezu unbekannt ist hingegen die Literatur in der offiziell ersten Landessprache, dem Gälischen, obgleich die gälischsprachige Dichtung viel älter ist als die englischsprachige, bis zum 18. Jahrhundert weitaus umfangreicher war und gerade heute in Irland wieder eine Renaissance erlebt.

Der vorliegende Band stellt eine erste Auswahl gälischsprachiger Gedichte in deutscher Übersetzung in sechs chronologisch wie auch thematisch unterschiedenen Textgruppen vor:

In einem umfangreichen Kommentarteil werden die historischen Vorgänge erläutert, die zum Aufstieg und schließlich zum Niedergang der gälischen Dichtung geführt haben, und die einzelnen Gedichte werden interpretatorisch in diese Zusammenhänge eingeordnet. Somit kann der Band nicht nur als Sammlung einzelner Gedichte gelesen werden, sondern gleichzeitig als kurzgefaßte Darstellung der irischen Lyrik im Widerschein zeitgeschichtlicher Begebenheiten, und umgekehrt auch als Geschichte des gälischen Irland im Spiegel seiner lyrischen Texte.


ISBN 3-88476-031-9, 277 S., kt., € 25,50 (1996)


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