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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 22
Joachim Schmitt-Sasse:
Das Opfer der Tugend
Zu Lessings "Emilia Galotti" und einer Literaturgeschichte
der 'Vorstellungskomplexe' im 18. Jahrhundert


Joachim Schmitt-Sasse, Jahrgang 1953, Studium der Germanistik, Anglistik und Allgemeinen Literaturwissenschaft in Köln, Düsseldorf und Wuppertal; Veröffentlichungen zu Nicolas Guillén; Geschichte der Freimaurerei.

Die Arbeit fragt jenseits einer Soziologie literarischer Prozesse nach sozial typischen Denk- und Ausdrucksweisen. Im Rahmen der Umbruchssituation des 18. Jahrhunderts werden die Vorstellungen untersucht, die sich mit bestimmten sozialen Positionen (Fürst, Hof- und Landadel, Bürgerstand und Bürgertum) verbinden; dabei lassen sich Gruppen von Vorstellungen auffinden (Vorstellungskomplexe), die ihrerseits auf die Interessen und Ideale bestimmter Stände und Klassen rückbezogen werden können. Sie dienen von daher als Indikatoren sozialer Stellungnahme unabhängig von der sozialen Stellung dessen, der sich ihrer bedient. Am Beispiel von Lessings "Emilia Galotti" wird aufgezeigt, welche charakteristischen Vorstellungen Lessing für die Figurengestaltung einsetzt und wie insbesondere die spezifisch bürgerliche Tugend in ihrem Triumph desavouiert wird.


ISBN 3-88476-213-3, 177 S., geb., € 24,50 (1983)


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