MOSAIC - Studien und Texte zur amerikanischen Kultur und Geschichte, Band 41
Emily Overbeck:
Frauenbilder und Frauenbildung - 
Geschlechterrollen und Bildungskonzepte in Sozialutopien 
amerikanischer Autorinnen des 19. Jahrhunderts

Rezension "Frauenbilder und Frauenbildung": Anglistik - International Journal of English Studies 24.1 (March 2013), pp. 218-221.


In der Phase des umfassenden gesellschaftlichen Umbruchs, der die Vereinigten Staaten im späten 19. Jahrhundert erfasste, griffen amerikanische Autorinnen von sozialutopischen Romanen aktuelle Bildungs- und Fortschrittsdebatten auf, um ihre LeserInnen mit modernen genderspezifischen Rollenmodellen vertraut zu machen. Durch die Nutzung des äußerst beliebten utopischen Genres gelang es ihnen in ihren feministischen Reinterpretationen von Konzepten von Weiblichkeit, Verständnis für ihre mitunter radikalen Ideen einer neuen Gesellschaft zu schaffen. Die Literatur diente ihnen dabei als 'experimenteller' Rahmen, innerhalb dessen höchst unterschiedliche Verhaltens- und Rollenmodelle auf ihre gesellschaftliche Akzeptanz hin überprüft werden konnten. Durch eine 'Rhetorik der Umwertung' von Gender-Normen und Bildungsidealen fanden in den Sozialutopien Vorstellungen Eingang in die öffentlichen Debatten, welche die realen Fortschritte im Bereich der Frauenbildung erst möglich machten.

 



ISBN 978-3-86821-273-0, 316 S., kt., € 31,50 (2011)

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