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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 12
Renate Schusky:
Das deutsche Singspiel im 18. Jahrhundert
Quellen und Zeugnisse zu Ästhetik und Rezeption


Renate Schusky, geboren 1949 in Mannheim, studierte Ältere deutsche Sprache und Literatur, Neuere deutsche Literaturgeschichte und Geschichte an der Universität Mannheim, wo sie 1973 die Wiss. Prüfung für das Lehramt an Gymnasien ablegte. Seit 1973 ist sie Wissenschaftliche Assistentin an der Gesamthochschule Wuppertal (Promotion 1976) und seit 1975 Mitglied der Arbeitsstelle Achtzehntes Jahrhundert (Gesamthochschule Wuppertal/Universität Münster).

Das deutsche Singspiel ist eine Unterhaltungsform, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als das vom 'Bürgertum' getragene Gegenstück zur höfischen Oper entwickelt wurde. Die neue Gattung diente gleichzeitig der Vorbereitung einer deutschen Oper, die in der von italienischen und französischen Einflüssen geprägten Theaterlandschaft der deutschen Territorien keinen Raum hatte. Textform, Themen, musikalische Form, Funktion und Rezeption der Singspiel-Lieder sind dem Schlager des 20. Jahrhunderts vergleichbar, dessen Bedeutung ebenfalls weniger im bleibenden Kunst- als im Gebrauchswert zu suchen ist.

Die Textsammlung des Bandes dokumentiert die zeitgenössische Auseinandersetzung um die neue Gattung. Ein kommentierendes Nachwort, das eine Geschichte der Gattung umreißt, und ein Literaturverzeichnis ergänzen die Textauswahl, die z. T. auch entlegene Zeugnisse zugänglich macht.


ISBN 3-88476-208-7, 153 S., kt., € 21,50 (1980)


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