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Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 9
Walter Huder, Thomas Koebner (Hg.):
Alfred Kerr: Ich kam nach England. Ein Tagebuch aus dem Nachlaß


Der bedeutende Theaterkritiker Alfred Kerr hat seine Exil-Erfahrungen in England während der dreißiger und vierziger Jahre in einem Buch zusammengefaßt, das zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht worden ist. "Ich kam nach England" liegt jetzt in 2. Auflage gedruckt vor (Anmerkungen und Kommentare ergänzen die Publikation). Diese Studie Kerrs ist in der Tradition seiner Reiseberichte und Rundfunkreden geschrieben - reich an Erlebnissen und Einsichten. Der geflüchtete und ausgebürgerte Schriftsteller entwirft ein nuanciertes Bild seines Gastlandes, in dem und von dem er Schutz vor dem Nationalsozialismus erhofft und erhält. So entsteht eine scharfsichtige, scharfsinnige Charakteristik Englands und der Engländer aus der Sicht eines Deutschen - gleichsam auch als Kontrastbild zu einem Deutschland gedacht, in dem Hitler die Macht errungen hat. Kerr zeichnet etliche Gespräche mit Zeitgenossen auf, unter anderem auch mit G. B. Shaw: Zeugnisse, die einen lebhaften Eindruck von den Problemen des Exils und Englands in dieser Zeit wiedergeben. Das außergewöhnliche Buch verschränkt die 'Seelenkunde' des Emigranten mit der 'Landeskunde' seiner neuen Heimat.


ISBN 3-88476-124-2, 206 S., kt., € 25,00 (2. verb. Auflage 1984)


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