Studien zur Englischen Romantik, Band 7

Christoph Bode
Fremd-Erfahrungen - Diskursive Konstruktion von Identität in der britischen Romantik. 
II: Identität auf Reisen


Wenn es eine literarische Gattung gibt, für die das Verhältnis von Subjekt und Objekt, von Ich und Nicht-Ich, von Eigenem und Fremdem konstitutiv ist, dann ist das Reiseliteratur: Reiseliteratur handelt davon, wie ein spezifisches Ich besondere Erfahrungen mit dem Fremden, ihm bislang Unbekannten gemacht und wie es sie verarbeitet hat. Reiseliteratur ist Verarbeitung von Erfahrungen (in) der Fremde, von Fremd-Erfahrungen. Sie zeigt Identität auf Reisen. Welche Weisen von Alteritäts-Verarbeitung lassen sich nun historisch konkret an Reiseliteratur der englischen Romantik beobachten - einer Epoche, in der sich zunehmend einfache Oppositionen und Dichotomien aufzulösen beginnen, um in eine neue Dynamik, aber auch in neue paradoxale Widersprüchlichkeiten überführt zu werden? Wie wird Identität und 'das Andere' jeweils diskursiv konstruiert? Was ist jeweils die Signatur, der Algorithmus diese Texte? In exemplarischen Lektüren paradigmatischer Texte von Lady Mary Wortley Montagu, Elizabeth Craven, Georg Forster, Arthur Young, Mungo Park, James Bruce, Mary Wollstonecraft und Lord Byron wird hier ein faszinierendes Panorama entfaltet, aus dem zugleich so etwas wie eine ausdifferenzierte Poetik des Reiseberichts dieser Epoche entsteht.


ISBN 978-3-86821-190-0, 316 S., kt., € 30,00 (2009)


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