Petra Bosenius, Jürgen Donnerstag, Andreas Rohde (Hg.):
Der bilinguale Unterricht Englisch aus der Sicht der Fachdidaktiken


Bilingualer Sachfachunterricht gehört inzwischen zu den etablierten Unterrichtsangeboten an zahlreichen Schulen Deutschlands. Das Angebot erstreckt sich von bilingualen Zügen an Realschulen und Gymnasien über zeitweise eingerichtete bilinguale Module bis hin zu Versuchen, bereits in der Grundschule den überwiegenden Teil des Sachfachunterrichts in der Fremdsprache durchzuführen (Immersion). 

Der Erfolg dieser Unterrichtsform für Französisch seit den 1960er Jahren und für Englisch verstärkt seit dem Beginn der 1990er Jahre darf nicht darüber hinweg täuschen, dass nach wie vor Uneinigkeit darüber besteht, ob es sich bei dieser Art von Unterricht um einen erweiterten und deshalb effektiveren Fremdsprachenunterricht oder tatsächlich um einen im Sachfach fundierten Unterricht in einer Fremdsprache handelt. 

Die Diskussion um den sog. "Bili-Unterricht" wurde zunächst vor allem in den fremdsprachlichen Sektionen der deutschen Fachdidaktik geführt. Ziel war es, ein tragfähiges didaktisches Modell für die Integration von Sprach- und Sachlernen zu entwickeln. 

Der vorliegende Band präsentiert vorwiegend den bilingualen Unterricht Englisch aus der Sicht der Fachdidaktiken. Er ist das Ergebnis einer Tagung, die im April 2005 an der Universität zu Köln stattfand und Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Sachfächer und Fachdidaktiken dazu einlud, den bilingualen Sachfachunterricht speziell unter der Perspektive eines Sachfaches zu betrachten und der Frage nachzugehen, welchen Beitrag das jeweilige Sachfach zum Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache leisten kann und umgekehrt.


ISBN 978-3-88476-893-8, 198 S., kt., € 20,00 (2007) (vergriffen!)