Sirmula Halkiopoulou:
Syntagmatische Semantik im Kontext der fachsprachlichen Lokalisierung


Kollokationen und Mehrworttermini sind als syntagmatische Einheiten für die Sprachmittlung unerlässlich, da sie kommunikative Äquivalenz herstellen und zum differenzierten Ausdruck beitragen. Probleme entstehen beim Zweitspracherwerb und der fremdsprachlichen Textproduktion durch den normgetragenen, restriktiven Charakter der Kollokationen. Das arbiträre Kollokationsverhalten der Lexeme lässt diese Einheiten zu Problemgrößen der Sprachmittlung werden. Mehrwortbenennungen stellen funktionale Äquivalente von Einwortbenennungen dar, entsprechen formal jedoch freien syntaktischen Kombinationen. Die sprachkontrastive Erkennung dieser Einheiten und deren Übersetzung bereiten Schwierigkeiten, wenn kein ausreichendes Fachwissen vorliegt. Die vorliegende übersetzungswissenschaftliche Arbeit untersucht, wie sich der Grad der Fachsprachlichkeit, das Fachgebiet und die Untersuchungssprache auf Kollokationen und Mehrwortbenennungen in Fachtexten auswirken. Durch die Korpusanalyse eines respräsentativen Textspektrums mit steigendem Grad textueller Fachsprachlichkeit werden Veränderungen in der Häufigkeit und der qualitativen Beschaffenheit der Untersuchungsgrößen ermittelt. Ziel ist es festzustellen, welche Faktoren zu welchem Grad die typischen Schwierigkeiten bei der Fachübersetzung ausmachen, um daraus Schlüsse für den Übersetzungsprozess und die sprachlichen und fachlichen Voraussetzungen beim Sprachmittler zu ziehen.


ISBN 978-3-88476-843-3, 230 S., kt., € 24,50 (2006)


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