Vera und Ansgar Nünning (Hg.):
Multiperspektivisches Erzählen:
Zur Theorie und Geschichte der Perspektivenstruktur im englischen Roman

des 18. bis 20. Jahrhunderts


Das vorliegende Buch versucht sowohl dem Mangel an Kategorien und Modellen zur Beschreibung der Perspektivenstruktur entgegenzuwirken, als auch Theorie und Geschichte multiperspektivischen Erzählens systematisch zu erarbeiten.

So entwickeln die Kapitel im ersten Teil des Bandes auf der Grundlage des heutigen Standes der Literatur-, Erzähl- und Systemtheorie Kategorien und Modelle zur Beschreibung der Perspektivenstruktur narrativer Texte und erörtern unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zur Untersuchung multiperspektivischen Erzählens.

Im zweiten Teil werden verschiedene Formen und Funktionen multiperspektivischen Erzählens anhand der Analyse eines breiten Spektrums von englischen Romanen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts untersucht, während die beiden Beiträge im dritten Teil des Bandes in Form eines intermedialen Ausblicks die Besonderheiten von Multiperspektivität im Film und in der modernen Geschichtsschreibung beleuchten.

Abgerundet wird der Band durch eine Bibliographie zum Thema 'multiperspektivisches Erzählen', die den Charakter einer (um Vollständigkeit zumindest bemühten) Forschungsbibliographie der für alle Philologien gleichermaßen relevanten Thematiken hat.


Pressestimmen:

„Mit Multiperspektivisches Erzählen legen V. und A. Nünning nicht nur einen überzeugenden ‚Nachfolgeband‘, sondern zugleich auch ein weiteres Standardwerk zu einem bisher stark vernachlässigten Phänomen der Erzählforschung vor. [...] Das insgesamt 14 Beiträge aufweisende Werk überzeugt durch seine dreigliedrige Konzeption sowie durch seine theoretisch anspruchsvollen und durch die Anmerkungen und artikelspezifischen Bibliografien gut dokumentierten Beiträge.“

Der fremdsprachliche Unterricht 3 (2001): 81 (Stefan Horlacher)

ISBN 3-88476-430-6, 372 S., kt., € 25,00 (2000) (vergriffen!)