Isabel Knoblich:
Die Bibliothek des Klosters St. Maximin bei Trier bis zum 12. Jahrhundert


Mittelalterliche Klosterbibliotheken stellen bedeutende Zeugnisse der Kulturgeschichte einer Zeit dar, in der Klöster neben den Domschulen die wichtigsten Träger und Bewahrer von Wissen und intellektueller Ausbildung waren. Die von den Mönchen zusammengetragenen Handschriften geben Auskunft über die geistigen Interessen eines Konvents; Umfang und Organisation der Bibliothek verweisen auf die Bedeutung, die eine Klostergemeinschaft der Bildung und Erziehung ihrer Mitglieder zumaß, aber auch auf die materiellen Grundlagen, die es einem Konvent überhaupt erst ermöglichen, durch eigene Anfertigung oder Erwerb eine Büchersammlung anzulegen und zu erweitern.

Die vorliegende Arbeit stellt die frühe Geschichte der Bibliothek der bedeutenden Benediktinerabtei St. Maximin bei Trier dar; sie versucht, die Büchersammlung der Maximiner Mönche anhand der noch existierenden Handschriften sowie mittelalterlicher Bibliothekskataloge zu rekonstruieren und inhaltlich zu bewerten. Die Codices, die bis zum 12. Jahrhundert entstanden sind, werden detailliert vorgestellt, wobei frühere wissenschaftliche Arbeiten zu Teilbereichen der Maximiner Bibliotheksgeschichte einbezogen werden. Das Hauptaugenmerk gilt dabei der paläographischen Untersuchung der Manuskripte und den aus deren Befunden gewonnenen Erkenntnissen über das Schicksal der Maximiner Bibliothek in ihrer früheren Zeit.

Beigefügt sind dieser Untersuchung eine Liste aller heute noch weltweit in Bibliotheken existierenden ehemaligen Maximiner Handschriften, ein Neuabdruck des ältesten Maximiner Bibliothekskatalogs sowie ein umfangreicher Abbildungsteil, der dem Leser den Nachvollzug der Ergebnisse ermöglicht.


ISBN 3-88476-235-4, 293 S., kt., € 30,50 (1996)


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