Meine liebe kleine Frau. Mein lieber Kiddy.

1941: Das Überleben im Kriege im Schreiben von Briefen

Herausgegeben von Joachim Kornelius und Martha Kornelius

„Meine liebe kleine Frau. Mein lieber Kiddy. 1941: Das Überleben im Kriege im Schreiben von Briefen“ ist eine Sammlung von Privatbriefen eines jungen Ehepaares aus dem Jahr 1941.

Die Briefe vermitteln authentische Einblicke in eine aus den Fugen geratene Welt. Mit Liebesbriefen suchen Hella und Heinz gegen das aufziehende Chaos anzuschreiben, sie schreiben, um zusammenzubleiben. Sie haben sich versprochen, wann immer sie können, zu schreiben. Die Textfunktion dieser Liebesbriefe liegt darin, sich und den Ehepartner zu erhalten und über ein konstantes Schreiben mental ein Zusammensein aufzubauen und eine Nähe aufrechtzuerhalten. Es ist der Versuch, eine virtuelle Realität zu erschaffen, in der sich ihre alte, untergehende Welt spiegelt. Diese Kunstwelt konstituiert sich über ein anhaltendes schreibendes Sprechen und erhält sich auch über eine zusätzliche taktile Dimension, wenn Heinz von Hella Hunderte von Feldpost-Päckchen, teils nur mit bis zu 100 Gramm Inhalt, erhält, die Tausende von Kilometern auf die Reise gehen, um ihn mit angeforderten, schwer zu beschaffenden, da rationierten Basisartikeln des Lebens zu versorgen: so mit Rasierwasser, Fettcreme, Kniewärmern, Socken, Zeitschriften oder Schreibpapier – und immer wieder mit Zigaretten.

Es handelt sich also um historische, authentische, unbehandelte Texte, es sind Liebesbriefe gefasst in einem Lesebuch der anderen Art.

Vorwort (PDF)




ISBN 978-3-86821-931-9, kt., 444 S., € 25,00 (2021)

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