Zorn, Barbara

Normale Monster, monströse Normalitäten


Zur Kategorie der Normalität im englischsprachigen Vampirroman zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert



Die Gestalt des (literarischen) Vampirs ist eine ebenso faszinierende wie wandlungsfähige. In den etwas mehr als 120 Jahren seit dem Erscheinen von Bram Stokers Dracula, dessen namensgebender Protagonist seither mehr oder weniger als Archetyp gilt, haben sowohl Vampirgestalten als auch Plots immer wieder ebenso zahlreiche wie verschiedenartige Modifikationen erfahren. Konstant geblieben ist über diese Modifikationen hinweg das Kollektivsymbol Blut sowie die Präsenz bestimmter Spezialdiskurse wie etwa desjenigen der Medizin. Hierüber steht der englischsprachige Vampirroman bereits mit Stokers Dracula in enger Verbindung mit der im Lauf des 19. Jahrhunderts relevant werdenden diskursiven Querschnittskategorie der Normalität. Der vorliegende Band zeigt diese Verbindung auf und zeichnet die Produktion, Modifikation und Verhandlung von Normalität im und durch das Genre anhand von ausgewählten Romanen und Reihen vom späten 19. Jahrhundert bis in das frühe 21. Jahrhundert nach. In den Blick genommen werden dabei so unterschiedliche Romane und Reihen wie Fred Saberhagens The Dracula Tape, in dem Dracula als homodiegetischer Erzähler auftritt, Anne Rices Interview with the Vampire, Dracula Unbound von Brian W. Aldiss, Kim Newmans „vampirische kontrafaktische Geschichtsschreibung“ Anno Dracula, The Secret Life of Laszlo, Count Dracula von Roderick Anscombe, Charlaine Harris‘ Sookie Stackhouse-Reihe, die vampirsche Internatsreihe House of Night sowie natürlich Stephenie Meyers Twilight-Reihe.

Inhaltsverzeichnis


ISBN 978-3-86821-888-6, 178 S., kt., € 28,50 (2021)

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