LIR - Literatur, Imagination, Realität, Band 56


Bach, Susanne (Hg.)

Erotik in Literatur und Theater


Erotik kann heutzutage als ein entgrenztes Phänomen bezeichnet werden; sie prolifieriert in viele Bereiche hinein; dadurch verliert die Begrifflichkeit an Schärfe und Prägnanz. Im Alltagsdiskurs wird sie oft mit Sex oder Pornografie gleichgesetzt. Aber während die "Pornografie Sujets liefert, die einzig der Erregung und Steigerung der Lust dienen, (...) während das Obszöne Geschlechtlichkeit drastisch in Szene setzt und in ihrer unmittelbaren und vulgären Form zeigt, (...) oszilliert das Erotische zwischen einem kunstvoll inszenierten Reiz und einem Aufschub der Lust" (Liessmann). Die in diesem Band versammelten Originalbeiträge widmen sich dem semantisch schillernden Begriff der Erotik in theoretischer und gattungshistorischer Hinsicht, analysieren ihn im Roman sowie in Drama und Theater. Neben einer einleitenden begrifflichen Differenzierung werden AutorInnen wie César Aira, Margaret Atwood, Jean Baudrillard, Thomas Brasch, Angela Carter, Susanna Clarke, Terry Pratchett, Arthur Maria Rabenalt, Jean Racine, Jean-Jacques Rousseau, Sarah Ruhl, William Shakespeare, Bram Stoker und J.R.R. Tolkien diskutiert, aber auch Großbereiche wie die mittelalterliche Märendichtung, Popliteratur, Podcasts und Aufklärungsbücher bezüglich ihres erotischen Gehalts untersucht.


Inhaltsverzeichnis (PDF)



ISBN 978-3-86821-824-4, 302 S., EUR 36,50 (2019)

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