Blum, Andreas; Ruchatz, Jens (Hg.)

Mehrsprachigkeit im Kino


Aktuelle Phänomene und Gespräche über Filme




Für immer mehr Menschen gehört es zu ihrem Alltag, verschiedenste Sprachen wahrzunehmen und selbst mittels mehrerer Sprachen zu kommunizieren. Das aktuelle Kino greift die Vielsprachigkeit unserer Gesellschaften konstant auf und zeigt sie seinem Publikum auf diverse Weise. Es präsentiert uns mehrsprachige Figuren und macht sprachliche Vielfalt oder Fremdheit zum Thema filmischer plots. Ein babylonischer Sprachenwirrwarr oder eine unverständliche Kunstsprache können von überwindbaren Kulturgräben erzählen, überzeichneter Akzent und Dialekt werden zum Erzeugen von Komik eingesetzt. Gleichzeitig ist das Kino als ein Medium, das meist von einem internationalen Publikum rezipiert werden soll, auf weltweite Verständlichkeit angewiesen. Mehrsprachige Filme stellen eine besondere Herausforderung für Synchronisation und Untertitelung dar.

Dieser Band versammelt kultur-, sprach- und medienwissenschaftliche Beiträge zu Filmen, in denen Mehrsprachigkeit eine zentrale Rolle spielt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf solchen Produktionen, in denen romanische Sprachen in Erscheinung treten.

Ergänzt werden diese Studien durch Interviews mit einer Filmübersetzerin, einem Produktionsleiter eines Synchronstudios und einem Regisseur eines mehrsprachigen Films. In diesen Gesprächen wird das Phänomen aus einer berufspraktischen Perspektive betrachtet.

Zu den in diesem Band behandelten Filmen gehören unter anderem Almanya, Bienvenue chez les Ch'tis, Inglourious Basterds, The Limits of Control, Salvador (Puig Antich) und Die Tränen meiner Mutter.

Inhaltsverzeichnis (PDF)


ISBN 978-3-86821-775-9, 186 S., € 27,50 (2018)


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