(CAT 6)

Alexandra Wagner

Wissen in der Autobiographie

Zur narrativen Konstruktion von Wissensordnungen in US-amerikanischen autobiographischen Texten

Wissen in einem autobiographischen Text ist Wissen von existenzieller Bedeutung für die Autobiographin. Außerdem handelt es sich um Wissen, das beim Erzählen und mit narrativen Mitteln und Strategien entsteht, verhandelt und kommuniziert wird. Es ist Wissen im Zwischenraum von fact und fiction, zwischen Poetik und den vermeintlichen Fakten einer Biographie. Es handelt sich beim Wissen in autobiographischen Texten um subjektiv veränderliches und die eigenen Erfahrungen betreffendes Wissen, das nicht ,einfach so' zur Verfügung steht und nachgeschlagen werden kann, sondern erarbeitet, erschrieben und ausgehandelt werden muss - und zwar innerhalb des Rahmens, den die Kommunikationssituation des Genres zur Verfügung stellt. Wissen in der Autobiographie fragt nach diesem Wissen und danach, wie Individuen in bestimmten Äußerungszusammenhängen mit der grundsätzlichen Differenz zwischen erzählendem und erlebendem Ich - zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Ich und Welt, zwischen Eigenem und Fremdem - umgehen, um eine mehr oder weniger kohärente Selbstbiographie zu entwerfen.Die vorliegende Studie liefert dazu eine umfangreiche Beschreibung und Analyse der autobiographischen Erzählsituation und diskutiert die Wissensordnungen in so unterschiedlichen nordamerikanischen Autobiographien wie Jacobs' Incidents in the Life of a Slave Girl, Wrights Black Boy, Nabokovs Speak, Memory, Freys A Million Little Pieces, Roths The Facts oder Didions Where I Was From.


ISBN 978-3-86821-474-1, kt., 232 S., € 27,50 (2014)

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