Susanne Petry

Ekel, Tod und Gewalt im Frühwerk Ian McEwans

Diese Studie untersucht die Themen Ekel, Tod und Gewalt in Ian McEwans Kurzgeschichtenbänden First Love, Last Rites (1975) und In Between the Sheets (1978) sowie in den (Kurz-)Romanen The Cement Garden (1978), The Comfort of Strangers (1981) und The Innocent (1990). Zählt McEwan inzwischen zu den erfolgreichsten und populärsten britischen Gegenwartsautoren, so wurde er zu Beginn seiner Karriere häufig als "Ian Macabre" tituliert, da seine Darstellungen oft Tabus brechen und im Bereich der Sexualität Perversionen überschreiten (Kindesmissbrauch, Inzest, Sadomasochismus). Der theoretische Abriss dieser Darstellung positioniert die Themen Ekel, Tod und Gewalt in ihrem historisch- bzw. sozio-kulturellen Kontext, jeweils unter Berücksichtigung ihrer Relevanz und Präsenz in den Primärwerken. Im interpretatorischen Teil erfolgt eine primär textimmanente Untersuchung der Werke, in der insbesondere die Verknüpfung von Ekel, Tod und Gewalt fokussiert wird. The Cement Garden nimmt im Frühwerk McEwans wie auch in dieser Studie eine herausragende Position ein: Zum einen führt der Roman verschiedene Themen fort, mit denen der Autor in den Kurzgeschichten experimentierte (Inzest, Regression, sexuelle Initiation), zum anderen werden Ekel, Tod und Gewalt hier am detailliertesten dargestellt. Das Schlusskapitel umreißt skizzenhaft McEwans inzwischen deutlich reduzierte und modifizierte Thematisierung der genannten Motive in seinen folgenden Werken bis zu dem 2010 erschienenen Roman Solar. 

ISBN 978-3-86821-430-7, 242 S., kt., € 27,50 (2012)

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