ELCH - Studies in English Literary and Cultural History - Vol. 44

ELK - Studien zur Englischen Literatur- und Kulturwissenschaft - Band 44


Tobias Frank

Identitätsbildung in ausgewählten Romanen der
Black British Literature 


Genre, Gender und Ethnizität

Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen sechs zwischen 1987 und 2000 entstandene Romane der black British literature. Diese Texte, die sich mehrheitlich der klassischen literarischen Formen des Bildungsromans und des pikaresken Romans bedienen, werden auf Möglichkeiten des Gelingens und Scheiterns weiblicher ethnischer Identitätsentwicklungen im postkolonialen England untersucht. Nach einem Überblick über die Geschichten der beiden Genres und der Bestimmung ihrer traditionellen Merkmale werden zunächst wichtige postkoloniale Konzepte sowie kulturwissenschaftliche Modelle und repräsentative Vertreter der Identitätsforschung diskutiert. Vor diesem Hintergrund zeigen die folgenden textnahen Einzelinterpretationen, inwiefern die untersuchten Erzähltexte zentrale Elemente klassischer Bildungsromane bzw. pikaresker Romane aufweisen und diese mit den Bedingungen einer postkolonialen Umgebung verbinden. In diesem Zusammenhang wird nachgewiesen, dass die Texte dabei von gängigen Grundkategorien postkolonialer und feministischer Theoriebildung abweichen. So wird schließlich deutlich, dass der Wunsch nach biographischer Kohärenz sowie nach kultureller Zugehörigkeit und Integration für die Protagonistinnen von großer Bedeutung ist.


ISBN 978-3-86821-240-2, 228 S., kt., € 25,00 (2010)

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